Steuerbonus

20 Prozent der Arbeitskosten bis zu einem Höchstwert von 6.000 Euro können Privatkunden jedes Jahr für Renovierungs- und Sanierungsarbeiten innerhalb der eigenen vier Wände geltend machen. Haben sie die Höchstsumme erreicht, gibt es einen Steuerbonus von 1.200 Euro. Liegen die Arbeitskosten nur bei 2.100 Euro, dann würde der Steuerbonus entsprechend bei immerhin noch 420 Euro liegen. Ein Ehepaar, das zusammen veranlagt wird, kann den Bonus aber nur einmal nutzen.

Zusätzliches Bonbon: Für Handwerkerleistungen, die keine Renovierungsarbeiten sind, aber im Haushalt erbracht werden (etwa Wohnungsreinigung oder Fensterputzen) kann man zusätzlich den Steuerbonus für haushaltsnahe Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Der beträgt nochmal 1.200 Euro im Jahr (20 Prozent von 6.000 Euro).

Was will das Finanzamt als Nachweis sehen?
 

  • Der Steuerzahler muss die Handwerkerrechnung beim Finanzamt einreichen.
  • Materialkosten werden nicht berücksichtigt.
  • Arbeitskosten und Fahrtkosten (einschließlich Mehrwertsteuer) sind begünstigt.
  • Der Anteil der Arbeitskosten muss in der Handwerkerrechnung extra ausgewiesen sein (achten Sie darauf, sonst ist der Bonus futsch!).
  • Bei Wartungsverträgen genügt eine Anlage zur Rechnung, aus der die Arbeitskosten hervorgehen.
  • Aber: Barzahlungen werden nicht begünstigt. Das Finanzamt will z.B. einen Überweisungsbeleg oder einen Kontoauszug sehen, das heißt man kann mit EC-Karte, Verrechnungsscheck oder per Überweisung bezahlen.
  • Der Steuerbonus wird nicht natürlich gewährt, wenn der Kunde die Handwerkerrechnung schon als Betriebsausgabe, als Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastung geltend gemacht hat.

 

Höhere KfW-Förderung zur energetischen Sanierung

Der Bund erhöht den Fördertopf um 300 Millionen Euro jährlich und verspricht sich davon einen deutlichen Motivationsschub zur energetischen Sanierung.

Der Bund will im Januar 2013 das KfW-Förderprogramm “Energieeffizient Sanieren” für die energetische Sanierung von Wohngebäuden mit höheren Zuschüssen ausstatten. Dafür wird der jährliche Förder-Etat der KfW von 1,5 Milliarden um weitere 300 Millionen pro Jahr aufgestockt.

Dies soll eine unkomplizierte und unbürokratische Förderung ermöglichen, von der sanierungswillige Hausbesitzer direkt profitieren.

Die bisher festgelegten Eckdaten sehen folgende Zuschüsse vor:

  • Für Einzelmaßnahmen sollen Hausbesitzer einen Zuschuss von 10 Prozent der Investitionen (maximal 5.000 Euro) erhalten.
  • Für Effizienzhäuser ist eine Förderung von 25 Prozent (maximal 18.750 Euro) beim Effizienzhaus 55 beziehungsweise 20 Prozent (maximal 15.000 Euro) beim Effizienzhaus 70 möglich.